die ersten Tage unterwegs, Blick zurück

wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen! Das wichtigste ist aber erst einmal los zu fahren.


 

1.       Auf die Plätze, fertig los. Jetzt ist es endlich geschafft, ich bin losgefahren. Die letzten Tage bis zur Abfahrt waren nochmals spannend und nervenaufreibend. Und was noch dazu kommt war eine gewisse leere in meinem Kopf. Weder Vorfreude auf die Reise, noch Angst oder Nervosität was ich alles zurücklassen muss. Freunde und Familie! Bei meinen letzten Reisen kam irgendwann immer so ein Augenblick und ein Schalter hat sich umgelegt und ich war im Reisemodus. Nur bis jetzt hat es nicht klick gemacht! Vielleicht kommt dass dieses Mal erst später, wenn ich schon ein paar Wochen unterwegs bin und sich das gewohnte Bild von Europa, bzw. €€€ und Kulturell sich größere Veränderungen einstellen. Die erste Woche jedenfalls durch ganz Italien fühlte sich jedenfalls an wie ein ganz normaler Motorrad Urlaub. Trotzdem kann ich sagen, dass ich die Fahrt durch Italien, Ligurien der Osten, vorbei an den „Cinque Terre“ über sagenhafte kleine kurvenreiche Straßen, durch die Toskana und den Abruzzen sehr genossen habe. Das Wetter war sehr wechselhaft und trotzdem hatte ich meistens Glück, dass es entweder nur kurz oder in der Nacht geregnet hat oder ich konnte mich in einer alten verlassenen Maschinenhalle kurz hinter einer Passhöhe für 3 Std. unterstellen bei strömendem Regnen, heftigen Windböen und dann auch noch Nebel! Bis jetzt habe ich doch tatsächlich geschafft, nur 1 mal auf einen offiziellen Campingplatz zu gehen, die restlichen Tage habe ich immer einen schönen wilden Platz zum Zelten gefunden. Mal am Ufer eines Stausees, mal unter Olivenbäumen oder in einem Wald etwas Abseits der Passstraße einer Schotterpiste folgend! Die letzten 2 Tage hatte ich jetzt doch glatt schon mit kleinen technischen Problemen zu kämpfen. Und dass bei meiner sonst so zuverlässigen Yamaha. 2 Mal ging sie beim längeren Bergab fahren einfach aus. Trotz fast vollem Tank hat sie vermutlich keinen Sprit bekommen, mal kurz gehustet und ist dann ausgegangen. Entweder was am Vergaser oder der neu eingebaute Benzinfilter lässt unter bestimmten Bedingungen nicht genügend Sprit durch. Hab den Filter jetzt erstmal wieder ausgebaut und werde die Sache weiter beobachten. Heute Morgen wollte sie gleich gar nicht anspringen. Jegliche Versuche waren zwecklos. Sogar anschieben oder bergab rollen hat nix gebracht. Ich war schon fast soweit anzufangen das Motorrad zu zerlegen da ist mir der alte Trick von meiner Ténéré eingefallen. Benzinschlauch abmontieren, kräftig hineinblasen Richtung Vergaser und Rumps, die Kiste läuft wieder. Klappt auch bei der TT. Super; jetzt blos schnell weiter bis nach Bari auf die Fähre nach Albanien, bevor es sich die Kiste wieder anders überlegt. Jetzt warten nach 2.000 km durch Italien 10 Std. Fährüberfahrt mit dem Luxus einer eigenen Kabine auf mich. Viele Liebe Grüße von hohen See aus dem Mittelmeer zwischen Italien und Albanien. Lollo

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Outdoormaus (Freitag, 12 Mai 2017 21:55)

    Toller Bericht!!!
    Ich hoffe, dass Dich nicht noch mehr derartige Pannen ereilen und Dein Bike nun zum treuen Begleiter geworden ist!!!
    Gute Reise weiterhin....freue mich auf weitere Berichte und Erlebnisse von Dir hier!!! �

  • #2

    David (Freitag, 19 Mai 2017 10:58)

    Hallo Michael,

    freut mich von dir zu lesen!
    Ich wünsche dir weiterhin eine gute Fahrt und tolle Eindrücke!
    Hört sich ja jetzt schon total genial an..

    Viele Grüße,
    David