Nepal, der Südwesten, Pokhara bis KTM


Von unserem Jungle Camp im Wald am letzten Tag in Indien ist es nur ein Katzensprung bis zur Indisch/Nepalesischen Grenze ganz im Westen bei Mahendranagar. Es geht nur über eine schmale Brücke über einen Fluss hinüber, dort gibt's es 2 Häuschen, eines für die Immigration und Passkontrolle und eines für den Zoll und das Carnet de Passage. Alles läuft ruhig und sehr geordnet ab. Während die Herren beim Zoll sich um unsere Carnet kümmern, bekommen David und Ich sogar Tee und Kekse gereicht. Danke Indien, bis bald mal wieder! Moment, da war noch was. Kurz bevor wir endlich das Indische Territorium verlassen dürfen, gibt's nochmal eine Kontrollstelle, Pass und "Führerschein" werden nochmals kontrolliert und die Daten in ein dickes Buch eingetragen. Während ich da so am Schreibtisch stehe und warte bis ich meinen Führerschein zurück bekomme höre ich hinter mir plötzlich einen lauten Knall! Als ich mich umdrehe liegt mein Motorrad umgekippt auf der Straße und der Helm kullert davon. So ein scheiß aber auch, da hat doch so ein Indischer Beamter, der das Gepäck untersuchen wollte ohne mein Dabeisein einfach das Motorrad umgeschmissen. Und dann hat er auch noch Frechheit einfach lächeln weg zugehen. Arschloch! Eine weitere Gepäckuntersuchung findet jedenfalls nicht statt und wir sind raus aus Indien und keine halbe Stunde später in Nepal. Visum gibt's direkt an der Grenze und Carnet de Passage wurde von 2 Frauen  in einem kleinen Häuschen in 2 Minuten ausgefüllt und abgestempelt.  

Der Südwesten in Nepal unterscheidet sich erstmal nur sehr wenig von Indien. Viel Wald, Landwirtschaft und etwas weniger Verkehr. Es wird auch deutlich weniger gehupt und weniger aggressiv gefahren. Dafür fällt mir alle paar km eine große Reklamewerbung für Bier oder Schnaps auf. Das gab es in Indien nicht! Auch der erste Stopp in einem Restaurant bringt keine allzu großen Unterschiede hervor, Statt Dal oder Thali gibt's hier Dal Bath. Nur die Preise sind gefühlt etwas höher als in Indien.

Auf unsrem weiteren Weg Richtung Osten nach Pokhara Campen wir jeden Abend Wild an einem Fluss oder irgendwo im Wald und machen uns dazu ein nettes kleines Lagerfeuer. Vorteile die das Reisen zu Zweit so mit sich bringen. Alleine würde ich nie ein Lagerfeuer für mich machen. Eines morgens, als wir gerade so halb am zusammenpacken sind in einem unserer Camps kommt ein Jeep mit 2 Einheimischen und 2 Touristen an. Sie waren heute früh auf Safari hier im NP auf der Suche nach wilden Leoparden und Tigern. Und sie haben tatsächlich einen gesehen! Ob wir keine Angst hätten hier nur unter dem Moskitonetz zu schlafen??? Wir schauen und fragen an, fressen Leoparden Menschen unter dem Moskitonetz währen des schlafen?

Von Butwal geht es über eine kleine schöne Bergstrecke weiter bis nach Pokhara. Hier tauchen wir völlig erschlagen am See in den Touristischen Trubel ein. Nach 3 Tagen brechen wir wieder auf und fahren die staubige 200 km Strecke bis Kathmandu in einem Rutsch durch. Nach ein paar Tagen der Organisation brechen wir auf zu einer 22 tägigen Trekking Tour im Everest gebiet. Dazu später in einem eigenen Bericht mehr.

Namaste aus KTM

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Kommentare: 1
  • #1

    Jürgen & Sonja (Mittwoch, 13 Dezember 2017 18:46)

    Hallo Michael, schön wieder von Deinen Erlebnissen was zu lesen. Die Bilder sind auch super, macht Lust auf mehr...
    Wir hoffen Dir gehts weiterhin so gut und Du hast schöne Begegnungen und tolle Eindrücke. Bis bald mal wieder, herzliche Grüße aus Chiloe
    Jürgen und Sonja