Malaysia 1

Motorrad-Transport mit Luftfracht nach Malaysia


Nachdem es in Nepal nachts empfindlich kalt geworden ist wird es Zeit das Weite zu suchen und in wärmere Gefilde weiter zu ziehen. Ein Angebot für den Transport des Motorrads per Luftfracht hatte ich bereits vor Wochen bein ersten Aufenthalt hier in KTM bei Eagles Export eingeholt. Noch am selben Tag als ich wieder zurück bin von Pokhara in KTM kommen die Jungs von Eagle Export und vermessen meine Motorrad, damit der Schreiner gleich beginnen kann meine Kiste für den Versand zu bauen. 4 Tage später schon geht es dann schon zum Flughafen zum Zoll um das Motorrad in die Kiste zu verpacken. Alle helfen kräftig mit, Vorderrad raus, Kotflügel demontieren, Batterie abklemmen, Benzin ablassen und Luft aus den Reifen um die hälfte reduzieren. Nachdem der Zoll dann noch alle meine Packtaschen und Sachen kontrolliert hat, wird die Kiste verschlossen. Dann geht es auf die Waage, je nachdem welches Gewicht höher ist, das eigentliche Gewicht aus Maschine und Kiste oder das Volumengewicht wird zur Berechnung der Kosten herangezogen. 280 kg Zeigt die Waage! Das Volumengewicht lag bei 300 kg, welches ich bereits im voraus bei Eagle Export bezahlt habe. Zurück im Büro von Eagle Export darf ich noch 2 Papiere unterschreiben die die Fluggesellschaft benötigt, da ein Motorrad mit all den Flüssigkeiten als Gefahrgut gilt, dann heißt es warten auf den "Airwaybill"! Es muss nämlich eine Ladekapazität für das Bike bei der Fluggesellschaft angemeldet werden, diese sucht dann nach freier Kapazität für die Kiste. dies kann zwischen 3 ... 7 Tagen dauern, bis dann das Bike letztendlich auf die Reise geht. Nach 3 Tagen bekomme ich die Nachricht, dass das Motorrad am nächsten Tag nach Malaysia, Kuala Lumpur fliegt. Also buche ich so ratz fatz noch schnell einen Flug für mich für den nächsten Tag. Nach einer Nacht in einem Hotel nahe dem Flughafen geht es am darauffolgen morgen gleich direkt zum Cargo Terminal. Da es auf Horizons Unlimited eine sehr gute Beschreibung eines andere Reisen gibt wie die Abholung genau in Kuala Lumpur erfolgt bin ich sehr gut vorbereitet. Nachdem ich gegen Hinterlegung meines Reisepasses einen Daypass zum betreten des Cargo Terminal bekommen habe geht die Lauferei zu den verschiedenen Büros los. Zwischendurch finde ich immer mal wieder einen netten Hilfsbereiten Menschen, der mich im Regen in seinem LKW oder auf dem Rollen durch den Cargo Terminl von einem zum nächsten Büro fährt. Nachdem ich nochmals eine Handlingsgebühr bezahlt habe, wird meine Kiste aus den Warenlager geholt. Die Leute hier sind super, gleich mehrere Personen helfen mir zuerst mit einem Schraubenzieher und einer Zange die Kiste zu öffnen und später dann noch das Motorrad hoch zu halten, währen ich das Vorderrad wieder einbaue. Einfach super klasse, Danke! Die Überprüfung des Carnet de Passage fällt leider genau in die Mittagspause der Beamten. Macht aber nix, es Regnet ziemlich heftig, da verziehe ich mich in eine Kantine gleich ums Eck und mache auch Mittagspause. Nach dem letzten Stempel und der letzten Unterschrift gebe ich meine Daypass wieder ab und bekomme meinen Reisepass wieder. Das ganze hat von morgens ca. 9:30 bis 14:30 gedauert, incl. 1 Std. Mittagspause! Nicht so schlecht. Mit dem letzten Schluck Benzin, der noch im Tank war rolle ich dann zur 3 km entfernten Tankstelle. Mit gefüllten Tank und wieder voller Luft in den Reifen fahre ich einem Rutsch bei jetzt strömendem Regen auf der Autobahn die 120 km bis Melakka ins schöne Apa Kaba Guesthouse durch. 

Melakka oder auch manchmal Malakka ist die älteste Stadt in Malaysia und die Historische Altstadt ist Weltkulturerbe! 

Ich begebe mich ein wenig auf Sightseeing und von Freitag bis Sonntag gibt es jeden Abend einen schönen Nachtmarkt.

Der Besitzer des Apa Kaba Guesthouse macht mich mit eine paar lokalen Bikern bekannt und so werde ich und zwei Franzosen, die mit einem alten Landrover Campervan unterwegs sind tags darauf zu einem Bikerfrühstück eingeladen. Es gab jede Menge "Fleisch" zu essen und ziemlich viel Bier! Außerdem haben wir noch eine "Schrauber" besucht der ein paar schöne alte Schätze wieder restauriert und zum leben erweckt. Die nächtliche Ausfahrt habe ich dann ausfallen lassen, war mir einfach zu gefährlich in eine großen Gruppe von Bikes nachts durch unbekannte Städte zu fahren, noch mehr Alkohol zu trinken und mit meinem Bike den anderen PS starken Boliden ständig hinterher zu hecheln. Nach 10 Tagen in Melakka bin ich jetzt ohne Motorrad, das steht für die nächsten 2 Monate sicher im Apa Kapa nach Nord Thailand, Chiang Mai geflogen. Hier habe ich mir jetzt gleich am zweiten Tag einen 125 ccm Roller für einen Monat gemietet mit dem ich jetz die Gegend hier erkunden werde. 

Mehr dazu im nächsten Bericht.

Gruß aus den schönen und warmen Chiang Mai, Lollo

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Kommentare: 2
  • #1

    Maira und Luana (Donnerstag, 25 Januar 2018 16:10)

    Lieber Onkel Lollo,

    wir hoffen, es geht dir gut. Es fällt uns schwer dich soooooooooooooooooooooooooooo lange nicht mehr zu sehen.
    Schick mal wieder ein Lebenszeichen mit der Post von Dir. Wir freuen uns immer so sehr, wenn Post von Dir kommt, vor allem auf die schönen Briefmarken.
    So eine Riksha würde uns auch gefallen, falls du die irgendwie in ein Paket odereinen Briefumschlag bekommst.
    Liebe Grüße von Maira und Luana

  • #2

    Primus (Sonntag, 04 Februar 2018 08:56)

    Was bin ich froh das es dir gut geht. Und vorallem dass diesmal das Päckchen angekommen ist�. Tolle Bilder! Liebe Grüße aus Senden Primus