Australien Part V

Queensland, Sunshine State

leider ist mein Laptop immer noch kaputt, was es etwas schwieriger macht oefters mal einen Bericht oder Fotos Online zu stellen. hab mich die letzten Wochen im Sunshine State Queensland herum getrieben. So richtig hat es mich anfangs gar nicht dort hin gezogen, da mich die dichte Besiedlung eher abgeschreckt hat. Viel mehr Verkehr hier, schneller und aggressiver als im Rest von Australien und weniger moeglichkeiten Wild oder auf Gratis Campingplaetzten zu uebernachten. Trotzdem gibt es im Hinterland unglaublich schoene Landschaften, Wilde Natur, Schluchten, Wasserfaelle und natuerlich ultra coole und nette Australier die man auf jedem Campingplatz trifft! Was mir als erstes aufgefallen ist als ich die Grenze vom Northern Territory nach Queensland uebergquert habe war dass es hier so gut wie keine dieser laestigen Fliegen mehr gibt. Ist gleich viel angenehmer wenn einen bei einer Pause nicht gleich Millionen von Fliegen im Gesicht herum  nerven. Ueber das wunderschoene Atherton Tableland mit vielen Seen gings nach Cairns. Die Stadt hat sich seit meinem letzten Besuch vor 20 Jahren ziemlich veraendert. Der ganze Bereich um den Hafen und die Esplanade wurde kpl. neu angelegt, mit Lagune zum Schwimmen, jede Menge kostenloser Grillplaetze, Spielplatz, Beachvoleyball, Wasserspielen, einer Laufstrecke, Radfahrspur, ect. 

In Cairns hab ich nach langer Zeit mal wieder das Ventilspiel an meiner TT eingestellt, da ich 6 Tage in einem Hostel war und auf sonniges trockenes Wetter fuer einen Trip hoch zum Cape Tribulation gewartet habe hatte ich die Zeit und einen geeigneten Platz. Da mir an der Kueste entlang zu viel Verkehr war und es mich nicht unbedingt an einen der Staende gezogen hat, bin ich im Hinterland auf kleineren Strassen Richtung Sueden weiter gefahren. Auf dem Weg nach Rubyvale hatte ich dann einen Schutzengel, als ich einen Tag vor meinem 50. Geb. doch tatsaechlich ein Emu mitten am Tag angefahren habe. Gott sei Dank ist mir und dem Bike nichts weiter passiert und auch das Emu hat nur ein paar Federn verloren und ist zwar etwas hinkend aber doch wenigstes leben davon gelaufen. Auf dem Weg von Rubyvale zur Carnarvon Gorge durfte ich in der Werkstatt von Yamaha in Emerald einen Oelwechsel an meinem Motorrad machen. In Deutschland fast undenkbar, dass jemand selber in der Werkstatt des Motorradhaendlers werkelt und dort einen Oelwechsel macht.  Die Carnarvon Gorge war dann noch mal so ein richtiges Highlight. Hab dort eine 7 Stunden und ca. 20 km lange Wanderung durch die Schlucht gemacht. Von dort aus hab ich mich dann langsam aber sicher auf den Weg nach Brisbane und an die Gold Cost gemacht. Bei einer kleinen Werkstatt in Brisbane wurde dann nach dem mein Motorrad jetzt ca. 90.000 km auf der Uhr hat das Lenkkopflager getauscht, welches ziemlich ramponiert war und die bereits seit mehreren Monaten defekten Gabelsimmerringe auch gleich ausgetauscht. Bis auf den verschlissenen Kettensatz faehrt sich das Bike jetzt wieder viel handlicher und stabiler in den Kurven. Als naechstes Stand dann der Besuch bei meinem ehemaligen Kollegen Martin Latzel vom Pistenbully an, der seit 2006 hier in Tweet Heads lebt und arbeitet. 

Mit Martin habe ich dann mehrere Wanderungen gemacht, auf dem Mount Warning und im Springbrook NP, ausserdem sind wir natuerlich an den Strand gefahren und haben im Meer gebadet. 

Die naechste grosse Herausforderung steht jetzt schon an, naemlich die Organisation und Verschiffung des Motorrad aus Australien heraus. Bin diesbezueglich schon seit Wochen mit einem Verschiffungsagenten in Kontakt um alles zu organisieren.

Das Motorrad muss in eine Kiste verpackt werden und wird dann in einem Container ueber den Ozean schippern. 

Wohin??? Wird noch nicht verraten. 

have a god one

Lollo