Incredible India!

Yoga in Rishikesh ; wo ist mein Paket?  Treffen und Weiterreise nach Nepal zu zweit mit David

 

Nachdem ich eine kleine Anfängergruppe und einen guten Yogalehrer in Rishikesh gefunden hatte, habe ich die Wartezeit auf mein Paket mit Yoga Übungen, leckerem Indischen Essen und Spaziergängen entlang des Ganges überbrückt. Jeden 3 Tag bin ich von Tapovan einem Vorort von Risikesh die 7 km zur Post in die Stadt gefahren und hab die Angestellten genervt und wollte wissen wo mein Paket mit den Ruckdämpfern abgeblieben ist, es war nur schon ca. 4 Wochen unterwegs.

 Als ich gerade noch in Leh war, hat mich David ein anderer deutscher Motorradfahrer über meine Homepage kontaktiert und wollte wissen wie meine Planung jetzt mit Myanmar und Thailand aussieht. Er war gerade in Kirgistan auf dem Weg über Kashgar durch China nach Pakistan.

Eines Nachmittags bekam ich dann eine WhatsApp Nachricht von meinem Freund Primus, der das Paket für mich abgeschickt hatte, dass es wieder bei ihm zu Hause eingetroffen wäre mit dem Vermerk von der Post, dass es sich um „dangerous goods“ handelt und dieses nicht mit der Post per Luftfracht versendet werden kann. Auslöser des ganzen war eine Dose WD40 und ein Kettenspray. Um das festzustellen braucht die Post 4 Wochen, eine reife Leistung!

Eigentlich hätte ich jetzt gleich weiter reisen können, doch die Aussicht mich mit David aus Jever zu treffen und evt. Gemeinsam weiter nach Nepal zu fahren hat mich dazu bewegt noch eine Woche in Rishikesh dran zu hängen und auf Ihn zu warten. David fährt eine alte leichte Suzuki DR 350, hat Satteltaschen dran und eine Gepäckrolle hinten drauf, genauso wie ich. Auch wenn der „Knirps“ vom alter her mein „Sohn“ sein könnte passt die Chemie ganz gut, so dass wir weiter gemeinsam nach Nepal bis Kathmandu fahren werden.

 

Nach genau 80 Tagen verlasse ich den Mikrokosmos in Indien und fahre weiter nach Nepal.

 Mit einem lachendem und einem weinendem Auge. Wer versucht Indien und die Inder zu verstehen wird vermutlich kläglich scheitern. Jeder Tag ist spannend, anders, wahnsinnig und voller Eindrücke. Seit meinem letzten Besuch vor 8 Jahren hat sich viel verändert. Es gibt mittlerweile eine große Mittelschicht in Indien, viele dieser Familien haben 2 oder 3 Autos, SUV eingeschlossen, Handy und Smartphone sind allgegenwärtig und viele Inder Reisen im eigenen Land als Touristen in den hohen Norden. Die Inder sind neugierig und wollen oft ein Foto oder Selfi von einem machen, doch mehr auch nicht! Keine persönliche Einladung nach Hause oder auf einen Tee. Soweit geht ihr Interesse oder die Gastfreundschaft dann leider doch nicht. Auf dem Leh-Manali-Srinagar Highway trifft man auf sehr viel andere Motorradfahrer. Entweder sind es Indische Freunde die zusammen ein oder zwei Wochen hier Urlaub machen oder es sind Europäische Touristen die mit und ohne Guide auf gemieteten Royal Enfild die Bergpässe unsicher machen.

 In den Touristischen Städten wie Leh oder Rishikesh gibt es sauberes Trinkwasser in allen Restaurants, man kann seine Wasserflaschen fast überall bedenkenlos auffüllen, Plastiktüten wurden durch Recycelbare oder Biologisch Abbaubare Baumwolle Tragetaschen ersetzt und manch ein Inder fährt sogar mit Helm auf seiner KTM Duke 200. Internet und W-Lan gibt’s fast im gesamten Land, wenn auch meistens sehr langsam und der Verkehr ist auf den größeren Straßen und durch größere Ortschaften jeden Tag „Lebensgefährlich“. Was sich nicht geändert hat, sind die „Heiligen Kühe“ überall in den Straßen, das verbrennen von Müll neben der Straße und die überladenen, super langsam und Pech schwarzen Rauch ausstoßenden LKW´s! Die verschiedenen Glaubensgemeinschaften, Gurus und die mehr als tausend Gottheiten die es in Indien gibt werden von vielen Indern immer noch verehrt und man sieht täglich Menschen an Tempeln beten, Opfergaben oder andere heilige und Glück versprechende Gesten und Handlungen. Selbst junge „Kiffende“ Teenies oder Schulkinder auf dem morgendlichen Weg zur Schule halten kurz an den Tempeln an. Man kann Indien lieben, hassen oder beides und manchmal auch alles gleichzeitig!

 

Indien ist einzigartig, INCREDIBLE INDIA

  

Jetzt geht es erst mal zu zweit weiter durch Nepal bis Kathmandu, wo wir gerne den EBC Treck laufen würden. (Everest Base Camp Trek)

  

Om shanti Om

Om mani padme hum

 

Indien II

Nord Indien, Kaschmir, Ladakh, über die höchsten Pässe, Nubra Valley, Pangong Lake, Leh-Manali Highway und Spiti Valley!

fast 4 Wochen lang hab ich mich im schönen Norden von Indien in Ladakh rund um Leh aufgehalten. Bin über die 3 höchsten mit dem Fahrzeug zu befahrbaren Pässe gefahren, habe die Touristischen Annehmlichkeiten der Stadt Leh genossen, gute Cafés und Restaurants, Shopping Mall, treffen anderer Traveler, Besichtigung verschiedener Klöster und einfach mal ausspannen und nichts tun im schönen ruhigen kleinen Chow Guest House in Leh.

Ein 6 tägiger Ausflug von Leh hat mich über den höchsten Pass, den Khardung La mit 5360 Metern, ins Nubra Valley geführt. Von dort über eine Landschaftlich schöne Strecke immer an einem Fluss entlang zum Pangong Lake auf 4300 Metern. Vom See ging´s dann über den 3-höchsten Pass mit 5320 Metern wieder zurück nach Leh. Nach ein paar Tagen der Rast und kleiner Reparaturen am Bike, der Organisation des Paket Versand von neuen Rückdämpfern und Landkarten für Südostasien wurden die Temperaturen hier in Leh auf 3500 Metern ende September schon recht frisch, so dass ich mich dann auf den Weg über den Leh-Manaili Highway Richtung Süden aufgemacht habe. Der Leh-Manali Highway kann von gut bis schlecht und manchmal sogar unpassierbar und für Tage gesperrt sein, je nachdem wie das Wetter die Tage vorher war! Ich hatte Glück und habe eine gute Phase erwischt und der Highway war gut zu befahren. Kurz vor Manali habe ich dann noch einen Abstecher durch das Spiti Valley eingebaut. Einsam, traumhaft schöne Landschaften und bis auf 25 km, die wirklich super heftig zu fahren waren ein Absoluter Traum.

Da ich noch einiges an Zeit übrig habe bevor ich nach Nepal weiter Reise habe ich noch einen mehrtägigen Besuch beim Dalai Lama in Dharamsala eingebaut. Die Landschaft hier in Dharamsala könnte auch irgendwo im Schwarzwald sein. Hügelig bis bergig, viel Wald und sehr angenehmes Klima. Nur die in den Hang gebauten Häuser würden nicht unbedingt den Vorschriften im Schwarzwald entsprechen. Den Dalai Lama habe ich leider nicht persönlich treffen können, aber seine Tempel und das Tibetische Museum habe ich Besucht. Und eine Reisebekannte aus Leh habe ich dort auch wieder zufällig getroffen.

Jetzt bin ich bereits in Rishikesh, dem Yoga Retreat Zentrum von Indien. Warte jetzt hier auf mein Paket mit den Ersatzteilen und den Landkarten und werde mich solange im Yoga und Meditation üben!

Namaste, Lollo



Indien I

Kulturschock, Lärm, Dreck, Lebensgefahr Verkehr?

Wie ist Indien nun? Nachdem ich vor ca. 8 Jahren schon einmal als Backpacker in Indien unterwegs war hatte ich eine grobe Vorstellung was mich erwartet. Laut Reiseberichten von vielen anderen "Overländern" ist Indien kein vergnügen mit dem eigenen Fahrzeug zu bereisen. Die großen schweren LKW und Busse scheren sich einen Dreck um uns kleine Mopedfahrer und überholen und drängeln ohne Rücksicht auf Verluste! Na ja, bis jetzt hatte ich entweder Glück oder hier im Nordwesten ist es nicht so schlimm wie vielleicht in Delhi oder Rajasthan. Oder meine vielen km durch den ebenfalls sehr Chaotischen Verkehr in Pakistan haben meine Perspektive verändert. Jedenfalls komme ich bis jetzt hier im Gedrängel ganz gut zurecht.

Amritsar hat mich fast umgehauen! So hatte ich Indien nicht in Erinnerung. Amritsar ist anders. Gut, der Verkehr in der Stadt ist nicht ohne aber es ist relativ sauber hier, es gibt eine Fußgängerzone und die Innenstadt wurde vor ca. 2 Jahren kpl. saniert und renoviert. Und dann  ist da ja noch der Goldene Tempel, (Harmandir Sahib) das höchste Heiligtum der Sikhs; eine unglaubliche Kraft und Energiequelle mit einem ganz besonderen Flair. Das Absolute Highlight, habe mich Stunden lang dort aufgehalten und die Atmosphäre förmlich eingesaugt. Und dann natürlich das Essen in Indien, Thali, Dal, Paneer, .... alles super lecker.

Zum Glück habe ich keinen Empfindlichen Magen und hatte bis jetzt noch keine Probleme mit dem Essen und ich probiere fast alles, sowohl an den einfachen Garständen in der Straße oder in kleinen Restaurants. Meinen Kocher habe ich schon lange nicht mehr ausgepackt. Das essen hier ist einfach zu lecker und zudem super günstig. Für 2...3 € bist du Pappsatt!

Die vielen Menschen hier sind bis jetzt nicht so nervig und aufdringlich wie ich das von früher erwartet hätte. Mann kann auch mal ein paar Minuten auf einer Bank sitzen ohne gleich von hunderten Indern umgeben zu sein die einem alle was verkaufen wollen oder einen anglotzen. Alles sehr freundlich und positiv bis jetzt. Danke Indien!

Nach mehren Tagen mit Naveen vom Wheelostay, einer privaten Unterkunft für "Overländer" der mich von Jammu in eine kleines Bergdorf mitgenommen hat, wo er als Arzt arbeitet ging es dann die erste längere Strecke Richtung Norden nach Srinagar. Früher zur Kolonialzeit war es den Britten hier in Kaschmir verboten Grund und Boden zu besitzen. Deshalb haben sie sich was überlegt und einfach Hausboote auf dem Dal Lake gemacht. Diese Schwimmenden Häuser sind zum Teil sehr luxuriös eingerichtet und heute kann mal als Tourist Zimmer auf den Hausbooten mieten. Da ich allerdings mit meinem Motorrad dort nicht Parken kann, habe ich klassische Variante eines Hostels hier vorgezogen.

Der Kulturschock ist bis jetzt bei mir zumindest ausgeblieben.  Hoffe es geht so gut weiter im schönen norden von Indien, in Kaschmir und Ladakh.

 

PS. an alle mit denen ich gelegentlich auf WhatsApp Kontakt habe, mein Account ist derzeit nicht aktiv, da ich aus nicht erklärbaren Gründen plötzlich meine Nummer wieder verifizieren soll. Nur habe ich hier in Kaschmir kein Netz und kein Roaming, somit kann ich den Freischaltcode von WhatsApp derzeit nicht empfangen. Bitte also solange das Problem besteht auf E-Mail ausweichen. Danke.