Laos Part II

nachdem ich mir in der Hauptstadt von Laos, in Vientiane wieder einen fahrbaren Untersatz besorgt hatte ging es in einer 14 tägigen Rundreise über knapp 2100 km in den Norden von Laos. Die ersten 30 km aus der Hauptstadt hinaus ist ziemlich viel Verkehr, es ist stickig heiß und staubig. Was mir gleich bei der Ankunft hier in Vientiane aufgefallen ist, es fahren auffällig viele neue SUV und Pickup Trucks, vornehmlich Toyota Hillux hier herum. Weiß nicht wie sich die Laoten das leisten können, vom Verkauf von Nudelsuppen für 1,50 € kann es jedenfalls nicht sein. 

Über die "ehemalige" Partyhochburg Vang Vien (Tubing, Klimbing, Partys) ging es nach Phonsavan zu der Plain of Jars. (Ebene der Tonkrüge) Über kleine kurvenreiche Bergstrecken weiter nach Nong Khiaw. Hier hatte ich erstmals mit Problemen an meinem Scooter zu tun. Am Tag zuvor hatte ich schon einmal direkt nach dem Tanken plötzlich keine Luft mehr im Hinterreifen. Zum Glück war nebenan gleich ein Reifenflicker, der hat erstmal wieder für ordentlich Luft im Reifen gesorgt. Eine Untersuchung ergab nichts und nach 15 min. warten war der Reifen immer noch voll! Also bin ich an diesem Tag weiter bis nach Nong Khiaw gefahren. Am nächsten morgen war der Reifen dann wieder Platt und beim Rangieren ist dann noch ein kaputter Bremsbelag vorne heraus gefallen. Also erstmal zum Mechaniker meines Vertrauens gegenüber und einen neuen Schlauch hinten für 5,-€ und neue Bremsbeläge für 4,-€ vorne montieren lassen. Von dort ging es dann in den äußersten Nordwesten bis nach  Luang Namtha. Über die ehemalige Königsstadt Luang Prabang wieder zurück zum Start nach Vientiane. 

Die Landschaft hier im Norden von Laos ist abwechslungsreicher wie in Thailand und hat mit etwas besser gefallen.

Das Preisgefüge ist dafür etwas teurer als Thailand, Verkehr und Straßenzustand ist in beiden Ländern gleich gut.

Viele Radfahrer habe ich hier gesehen und ein paar Chinesen mir dicken Motorrädern!

Was gibt es noch zu sagen, Unterkünfte sind in den Touristischen Orten kein Problem zu finden, von 5,-€ bis 50,-€.

Das Essen ist sehr ähnlich wie in Thailand, man findet aber auch Pizza und Burger!

In den Dörfern du die ich durchgefahren bin habe ich jede Menge Babys und Schulkinder gesehen, aber niemanden der Eltern der arbeitet! Manche sitzen schon morgens um 10:00 in der Kneipe und trinken Bier und rauchen. 

Hektik und Stress gibt es hier nicht, das ist dem Laoten unbekannt. Passend dazu gibt es hierfür in Asien ein Sprichwort:

In Kambodscha pflanzen sie den Reis, in Vietnam verkaufen sie ihn und in Laos hören sie zu wie es wächst. 

In diesem Sinne Reise ich ohne Stress und Hektik jetzt mit einem 5 tägigen Stopp in Bangkok wieder zurück nach Malaysia nach Malakka zu meinem Motorrad

see you on the road, Lollo

Laos Part I

meeting with friends, Thakhek loop

nach einer sehr entspannten und ruhigen 15 Std. Busfahrt von Chiang Mai aus, bin ich morgens um 9:30 Uhr im Grenzort Nakhon Phanom angekommen. Nur eine knappe halbe Stunde später saß ich schon im nächsten Bus der mich über die „Friendshipbridge“ nach Laos bringen sollte. Da im Bus nur 6 Pesonen waren, davon 4 Thai/Lao und nur 2 Ausländer gings dementsprechend schnell an der Grenze. Ausreise Thailand keine 5 Minuten, Visa on Arrival für Laos US $ 30 direkt an der Grenze plus 40 THB ( 1,- €) für die Immigation, da ich am einem Sonntag eingereist bin, fällt diese extra Gebühr für „Überstunden“ sozusagen an.

Nach 15 min. war alles erledigt und der Bus konnte uns in die nächste gelegene Stadt Thakek bringen. Warum habe ich überhaupt diesen Grenzübergang gewählt? Vor ein paar Wochen hatte ich meinen beiden Radweltreisenden Noémie und Adam, die ich im Mai in der Türkei getroffen hatte eine E-Mail geschrieben, da ich von ihrer Homepage her wußte, dass Sie wegen des nicht bekommen China Visums den Winter hier über verbringen wollten. Da die beiden auch leidentschaftlich Klettern und im Frühjar/Sommer eine Expedition in Kirgistan planen sind sie quasi zur Vorbereitung hier im „green climbers house“ für 2 Monate Abgestiegen um sich klettertechnisch fit zu machen und einen neuen Anlauf für das China Visum zu versuchen. In Thailand rund um Chiang Mai sowie hier in Laos bei Thakhek gibt es großartige Kletterfelsen die Kletterer aus der ganzen Welt anziehen. Außerdem gibt es von Thakhek aus einen „Loop“ den man mit den Motorrad/Roller machen kann und dabei mehrere Höhlen besichtigen kann oder die verschiedenen Felsformationen bewundern.

Die Konglor Cave ist eine der größten und schönsten hier in der Geggend, Mit einem Longboat geht’s durch die 7 km lange Höhle zur einem Dorf auf der anderen Seite und wieder zurück. In der Höhle ist ein Pfad angelegt, der zu rießigen Stalaktiten und Stalakmiten fürt. Außerdem sind die Ausmaße der Höhle gigantisch und zwischendrin sind immer mal wieder kleine „Sandstände“ in der Höhle. An einer Stelle muß das Boot wegen des sehr niedrigen Wasserstandes über Felsen getragen werden bevor es weiter geht. Den Thakhek Loop kann man gut in 3...4 Tagen mit dem Roller machen, gute Straßen und sehr wenig Verkehr. In Thakhek gibt es leider nur 2 Verleiher von Rollern, einer von einem Deutschen geführt mit 1A gewarteten Fahrzeugen für 10,- … 14,-€ pro Tag oder den Verleiher beim KGB Guesthouse, wo ich meine Roller her hatte. Fahrzeuge älter und nicht immer ganz so gut in Schuß, dafür billig! Je nach Modell 6,- … 10,- €/Tag. Die ersten 4 Tage in Laos habe ich aber erstmal gemeinsam mit Noémie und Adam zusammen im http://www.greenclimbershome.com/ verbracht. Wir hatten uns viel zu erzählen, haben Karten und Schach gespielt, sind in einer Höhle beim baden gewesen und haben eine kleine Höhlentour mit unseren Taschenlampen unternommen, wo wie mehrere Spinnen und ein sehr sonderbares Insekt gefunden haben. Da ich mir leider gleich an ersten Abend in Laos in einem Restaurant meine großen Zeh so heftig an einer Holzbank angestoßen habe, dass das Blut in Stömen floß und der große Zehennagel jetzt nur noch an einem Seiden Faden hängt und wohl demnächt ganz abfällt und der der Zeh die ersten Tage heftig schmerzte viel das Kletten leider für mich aus! Aber es war faszinierend den beiden und den vielen anderen Kletteren hier hin und wieder zuzuschauen. Diese Tuffsteinfelsen sind ziemlich einzigartig zum Klettern und in Europa gibt’s so etwas warscheinlich nicht. Wenn alles klappt, dann werde ich die beiden bei meinem kurzen Stoppover in Bangkok wiedersehen, bevor ich dann endgültig zurück nach Malaysia zu meiner geliebten TT 600 RE fliege.

Von Thakhek bin ich dann mit dem Bus in 7 Std. in die Hauptstadt von Laos, nach Vientiane gefahren. Dort habe ich mir wieder einen Roller für 14 Tage gemietet, mit dem ich jetzt einen Teil des Nordens von Laos erkunden werde.

See you on the road, ride with Lollo