One year on the road!

Am 26.04.18 habe in in Kuala Lumpur doch glatt mein Einjähriges gehabt!

So lange war ich bis jetzt noch nie unterwegs und es fühlt sich irgendwie komisch an,

auch deshalb weil es ja mehr oder weniger gerade erst Halbzeit bedeutet auf meiner zweijährigen Tour bis nach Neuseeland. Zum meinem Reisegeburtstag bin ich dann mit David zusammen in KL ein bisschen auf Sightseeingtour Tour gegangen unter anderem zum mit 421 Meter höchsten Fernsehturm von Malaysia dem „Menara Kuala Lumpur“. Da uns das Ticket zum hochfahren zu teuer war hat mich David dafür auf ein leckeres Eis zu meinem Reisegeburtstag eingeladen.

 

Für alle Statistiker noch ein paar Zahlen, Daten und Fakten:

15 Länder habe ich im ersten Jahr bereist

26.000 km bin ich davon mit meinem Motorrad gefahren

2.000 km mit dem Roller durch Thailand

2.000 km mit dem Roller durch Laos

4 mal musste ich leider das Flugzeug benutzen

3 kleinere Stürze hatte ich

3 x Ölwechsel, 3 x Ventilspiel kontrolliert und eingestellt, 1 x Satz neuer Reifen,

1 x Kettensatz gewechselt, 1 x undichten Gabelsimmerring gewechselt,

2 x Luftfilter gereinigt, 1 x Plattfuß hinten, 1 x Bowdenzüge geschmiert

 

Temperaturen von 0°C am Kardung La Pass in Indien bis + 50°C im Süden von Pakistan mit dem Motorrad und bis zu -10°C während dem EBC-Treck.

 

Gesundheitlich ging´s mir in diesem ersten Jahr sehr gut! Klopf 3 x auf Holz, dass es so bleibt! Bis auf den verstauchten Knöchel nach einem Sturz, einer Erkältung und Kopfschmerzen in der dünnen, kalten Luft auf dem EBC-Treck und meinem abgefallenen großen Zehennagel, nachdem ich ihn heftig an einer Bank angestoßen hatte war ich die ganze restliche Zeit gesund! Auch mein Magen-Darm hat bis jetzt keine Probleme mit all dem was ich mir so rein stopfe, oder vielleicht gerade deswegen ist er mittlerweile so abgehärtet, dass im all das einfache und nicht immer beste und sauberste Essen nichts mehr ausmacht. Habe sogar in den Bergen in Kaschmir und Ladakh im Nordindien und in Rishikesh das Leitungswasser getrunken ohne dass es mir etwas ausgemacht hat! Allerdings würde ich das keinem anderen weiter empfehlen, also bitte nicht unbedingt nachmachen!

 

Andere „Langzeit“ Reisende habe ich leider nur sehr wenige getroffen, dafür umso mehr nette und Gastfreundliche einheimische.

Absolute Highlights der Reise waren mit Sicherheit der „Goldene Tempel“ in Amritsar in Indien, der Karakhorum Highway in Nord Pakistan und der Everest Base Camp bzw. 3 Pässe Treck in Nepal.

 

Wie geht´s weiter im zweiten Jahr:

Morgen am Sonntag den 13.05.18 fliege ich von Penang (Malaysia) nach Medan auf Sumatra in Indonesien. Mein Motorrad ist bereits auf einem alten Holzschiff dorthin unterwegs. Da Sumatra sehe sehr groß ist, weder ich ca. 5 Wochen auf Sumatra bleiben. Dort gibt es noch Wilde Orang Utans in einem NP zu sehen, außerdem den größten Vulkan Kratersee der Welt, den Lake Toba und in der Region ganz im Norden von Sumatra in Banda Aceh die kleine Insel Pulau Weh, die zum Schnorcheln und tauchen einlädt. In Banda Aceh wird der Islam leider sehr streng ausgelegt, es gib keinen Alkohol, tanzen ist verboten, Frauen dürfen nicht breitbeinig auf dem Roller hinten drauf sitzen, sondern nur im Damensitz, als unverheiratetes Paar ist es verboten zusammen in einem Zimmer zu schlafen, …..

Mich trifft mal wieder der Ramadan genau in dieser Phase, mal schauen wie ich mich da diesmal durchschlage. Dann nach Sumatra geht´s über die dichtest besiedelte Insel Java weiter bis Bali. Da dort dann vermutlich mein 60 Tage Visum ausläuft, werde ich hier wohl einen sogenannten Visa Run machen und kurz nach Singapur oder Kuala Lumpur fliegen und wieder zurück. Ende August / Anfang September werde ich dann hoffentlich eine bezahlbare Möglichkeit gefunden haben mein Bike weiter nach Australien zu verschiffen.

Auf geht’s in ein neues Abenteuer in Indonesien!

 

Ride with Lollo

Malaysia 2

Malaysia, multi kulti und die Sache mit den Palmöl Plantagen!

 

Seit etwas mehr als 3 Wochen bin ich jetzt schon wieder in Malaysia unterwegs.

Nachdem ich mein Motorrad reanimiert hatte, hieß es Abschied nehmen von Linda und Kenny von tollen Apa Kaba Guesthouse in Malakka. Ich wollte endlich mal wieder Zelten, so habe ich mir aus der „iOverlander“ App einen schönen Platz in einem kleinem NP bei einem Wasserfalls als Ziel ausgesucht. Manchmal verfluche ich die neue Technik, aber manchmal ich es auch ein Segen! Nach 2 Monaten und 4.000 km auf den Scootern fühlt es sich auf den ersten km etwas ungewohnt an auf meiner TT. Hoffe das legt sich schnell und wir werden wieder Freunde und ein gutes Team. Über Malaysia habe ich mich im Vorfeld nicht wirklich Informiert, was es hier so touristisches zu entdecken gibt. So lasse ich mich Tag für Tag ein bisschen kreuz und quer durchs Land treiben. Oder besser gesagt durch die vielen Palmöl Plantagen um dann irgendwann an einer der Küsten aufzuschlagen. Nach weiteren wilden Camps am Stand oder bei Picknick Plätzen unter schützenden Dächern vor den fast täglichen Regen lande ich wieder durch die App bei Ivan auf Millbrooks Farm. Ivan ist Australier und mit einer Malay verheiratet. Eigentlich wollte er nur für 2 Jahre zum arbeiten hierher kommen, jetzt ist er über 70 und schon 35 Jahre hier in Malaysia. Ich habe Glück, dass er überhaupt da ist, er ist nämlich erst vor 2 Wochen von einer mehrmonatigen Motorrad Reise in Afrika zurück gekommen. Da soll mal einer sagen, alter schütz vor torheit nicht! Außerdem hatte es lange Zeit hier ein Sägewerk mit vielen Angestellten und benutzte „Weinig“ sägen! Da ich ja auch mal einige Projekte bei Grecon Dimter in Illertissen gemacht habe und Dimter zum Weinig Konzern gehört, hatte wir gleich etwas zu erzählen. Sein Wohnhaus hier auf der Farm ist komplett mit Restholz das Keilverzink ist gebaut. Außerdem betreibt er hier auf der Farm seit einigen Jahren eine sehr erfolgreiche Fischzucht mit so etwas wie „Barramundi“ Fischen aber im Salzwasser, für besseren Geschmack. Ich durfte mich bei Ihm im SUP (Stand Up Paddling) versuchen oder in einer der Hängematten relaxen, wenn wir nicht gerade über Motorräder oder Weltpolitik philosophiert haben. Nach 5 Tollen Tagen in denen mich die Familie quasi Duchgefüttert hat ging es weiter über den Tasik Keynir Lake und einem Abstecher in den nördlichen Teil des Taman Negara NP weiter in die Cameron Highlands. Die Cameron Highlands liegen auf ca. 1.500 Metern über Meer und bieten bestes Klima für Tee, Rosen und Erdbeeren. Als ich mich dem Highlands näherte bin ich erstmal total erschrocken. Die ganze Landschaft ist zugepflastert und überwuchert von unzähligen Gewächshäusern. Es gibt hier einen regelrechten Erdbeer und Tee Tourismus, der die ganze Region beherrscht. Man kann hier wunderbar verschiedene Trails auf die Berge machen und nebenbei noch eine Erdbeer Plantage oder Tee Plantage besichtigen.

Zum Schluß noch ein paar allgemeine Dinge:

Malaysia ist ein Vielvölkerstaat mit mehrheitlich Muslimischer Bevölkerung. Und jetzt muss ich mal eine Lanze brechen für alle die zu Hause immer gegen Muslime per se schimpfen. Die besten und Gastfreundlichsten Länder die ich bis jetzt bereist habe, waren alle Muslimisch! Auch hier fällt mir das wieder extrem auf, wie freundlich und nett alle sind und wie viel gelacht wird. Der muli kulti Einfluss durch Chinesen, Inder, Bangladesch oder Sonstige findet sich dann auch in der Vielfalt der Küche wieder. Lecker Essen gibt’s an jeder Ecke, nur einen Nachteil hat der Muslimische Einfluss, Alkohol ist hoch versteuert und deshalb im Vergleich zu Thailand oder Laos extrem Teuer.

 

Wenn Ihr gerade beim Frühstück seit und genüßlich in euer Nutella Brot reinbeißt oder den kleinen Hunger zwischendurch mit einem Kitkat oder Mars Riegel besänftigen wollt, dann sollte euch dabei bewußt sein, dass IHR garade daran mit Schuld seit, dass hier maßiv Regenwald abgeholzt wird um noch mehr Palmöl Plantagen zu bauen. Dank Nestle und Co. wird hier weiter munter die Natur zerstört, bis nichts mehr vorhanden ist. Also Bitte in Zukunkt darauf achten dass Ihr alle Produkte wo Palmöl drin ist meidet, die Natur hier wird es euch danken.

 

Siehe dazu Video von Greenpeace:

 

https://www.youtube.com/watch?v=efPQPMIjr3U

https://www.youtube.com/watch?v=ToGK3-2tZz8

 

Für mich geht es jetzt weiter auf die „Insel“ Penang auch besser bekannt als George Town. Habe schon so viel positiver über die Stadt gelesen und gehört dass ich schon richtig gespannt bin. In ca. einer Woche mache ich dann einen kurzen Ausflung nach Kuala Lumpur, hab nämlich einen neune Vorderreifen für mein Moped bestellt und die Twin Towers würde ich schon gerne sehen, auch wenn ich eigentlich große Städte meide. Es bleibt also spannend,

 

Lollo



Motorrad-Transport mit Luftfracht nach Malaysia

Nachdem es in Nepal nachts empfindlich kalt geworden ist wird es Zeit das Weite zu suchen und in wärmere Gefilde weiter zu ziehen. Ein Angebot für den Transport des Motorrads per Luftfracht hatte ich bereits vor Wochen bein ersten Aufenthalt hier in KTM bei Eagles Export eingeholt. Noch am selben Tag als ich wieder zurück bin von Pokhara in KTM kommen die Jungs von Eagle Export und vermessen meine Motorrad, damit der Schreiner gleich beginnen kann meine Kiste für den Versand zu bauen. 4 Tage später schon geht es dann schon zum Flughafen zum Zoll um das Motorrad in die Kiste zu verpacken. Alle helfen kräftig mit, Vorderrad raus, Kotflügel demontieren, Batterie abklemmen, Benzin ablassen und Luft aus den Reifen um die hälfte reduzieren. Nachdem der Zoll dann noch alle meine Packtaschen und Sachen kontrolliert hat, wird die Kiste verschlossen. Dann geht es auf die Waage, je nachdem welches Gewicht höher ist, das eigentliche Gewicht aus Maschine und Kiste oder das Volumengewicht wird zur Berechnung der Kosten herangezogen. 280 kg Zeigt die Waage! Das Volumengewicht lag bei 300 kg, welches ich bereits im voraus bei Eagle Export bezahlt habe. Zurück im Büro von Eagle Export darf ich noch 2 Papiere unterschreiben die die Fluggesellschaft benötigt, da ein Motorrad mit all den Flüssigkeiten als Gefahrgut gilt, dann heißt es warten auf den "Airwaybill"! Es muss nämlich eine Ladekapazität für das Bike bei der Fluggesellschaft angemeldet werden, diese sucht dann nach freier Kapazität für die Kiste. dies kann zwischen 3 ... 7 Tagen dauern, bis dann das Bike letztendlich auf die Reise geht. Nach 3 Tagen bekomme ich die Nachricht, dass das Motorrad am nächsten Tag nach Malaysia, Kuala Lumpur fliegt. Also buche ich so ratz fatz noch schnell einen Flug für mich für den nächsten Tag. Nach einer Nacht in einem Hotel nahe dem Flughafen geht es am darauffolgen morgen gleich direkt zum Cargo Terminal. Da es auf Horizons Unlimited eine sehr gute Beschreibung eines andere Reisen gibt wie die Abholung genau in Kuala Lumpur erfolgt bin ich sehr gut vorbereitet. Nachdem ich gegen Hinterlegung meines Reisepasses einen Daypass zum betreten des Cargo Terminal bekommen habe geht die Lauferei zu den verschiedenen Büros los. Zwischendurch finde ich immer mal wieder einen netten Hilfsbereiten Menschen, der mich im Regen in seinem LKW oder auf dem Rollen durch den Cargo Terminl von einem zum nächsten Büro fährt. Nachdem ich nochmals eine Handlingsgebühr bezahlt habe, wird meine Kiste aus den Warenlager geholt. Die Leute hier sind super, gleich mehrere Personen helfen mir zuerst mit einem Schraubenzieher und einer Zange die Kiste zu öffnen und später dann noch das Motorrad hoch zu halten, währen ich das Vorderrad wieder einbaue. Einfach super klasse, Danke! Die Überprüfung des Carnet de Passage fällt leider genau in die Mittagspause der Beamten. Macht aber nix, es Regnet ziemlich heftig, da verziehe ich mich in eine Kantine gleich ums Eck und mache auch Mittagspause. Nach dem letzten Stempel und der letzten Unterschrift gebe ich meine Daypass wieder ab und bekomme meinen Reisepass wieder. Das ganze hat von morgens ca. 9:30 bis 14:30 gedauert, incl. 1 Std. Mittagspause! Nicht so schlecht. Mit dem letzten Schluck Benzin, der noch im Tank war rolle ich dann zur 3 km entfernten Tankstelle. Mit gefüllten Tank und wieder voller Luft in den Reifen fahre ich einem Rutsch bei jetzt strömendem Regen auf der Autobahn die 120 km bis Melakka ins schöne Apa Kaba Guesthouse durch. 

Melakka oder auch manchmal Malakka ist die älteste Stadt in Malaysia und die Historische Altstadt ist Weltkulturerbe! 

Ich begebe mich ein wenig auf Sightseeing und von Freitag bis Sonntag gibt es jeden Abend einen schönen Nachtmarkt.

Der Besitzer des Apa Kaba Guesthouse macht mich mit eine paar lokalen Bikern bekannt und so werde ich und zwei Franzosen, die mit einem alten Landrover Campervan unterwegs sind tags darauf zu einem Bikerfrühstück eingeladen. Es gab jede Menge "Fleisch" zu essen und ziemlich viel Bier! Außerdem haben wir noch eine "Schrauber" besucht der ein paar schöne alte Schätze wieder restauriert und zum leben erweckt. Die nächtliche Ausfahrt habe ich dann ausfallen lassen, war mir einfach zu gefährlich in eine großen Gruppe von Bikes nachts durch unbekannte Städte zu fahren, noch mehr Alkohol zu trinken und mit meinem Bike den anderen PS starken Boliden ständig hinterher zu hecheln. Nach 10 Tagen in Melakka bin ich jetzt ohne Motorrad, das steht für die nächsten 2 Monate sicher im Apa Kapa nach Nord Thailand, Chiang Mai geflogen. Hier habe ich mir jetzt gleich am zweiten Tag einen 125 ccm Roller für einen Monat gemietet mit dem ich jetz die Gegend hier erkunden werde. 

Mehr dazu im nächsten Bericht.

Gruß aus den schönen und warmen Chiang Mai, Lollo