Thailand part II

kalte Übernachtung in einer Hütte und Thai-Massage

auf der zweiten Etappe ging´s von Chiang Rai aus in einem großen Schlenker auf kleinen kurvenreichen Nebenstraßen Richtung Südosten bis nach Nan. Auf dem Weg dorthin kam in mir mal wieder der Wunsch nach etwas mehr Abenteuer auf, da Thailand außer Tempeln und Reisfeldern insgesamt wenig zu bieten hat. So malte ich mir eine schöne wilde Übernachtung unterm Sternenhimmel auf einer diesen meistens auf Stelzen stehenden Hütten aus, die man hier immer in den Reisfeldern oder auch den Obstplantagen sieht. Alternativ hatte ich noch eine Übernachtung bei den Mönchen in einem Tempel im Angebot. Gesagt, getan! Am späten Nachmittag auf meiner Tagesetappe hab ich Ausschau gehalten nach geeigneten Hütten. Da ich keinen Kocher dabei habe, sollte die Hütte nicht all zuweit von der nächsten Ortschaft weg sein, damit ich dort wenigstens noch Abendessen konnte. Schnell waren 2 Objekte gefunden die mir geeignet erschienen. Im nächsten Dorf gab es dann einen kleinen Tempel und ich sah dort 2 Mönche herumwerkeln. Option zwei, Übernachtung bei Mönchen im Tempel lief an! Angehalten, gefragt, leider sprach keiner der Mönche Englisch, so musste ich auf „Bodylanguage“ umstellen. Der Ober-Mönch wurde geholt, es wurde Telefoniert (vermutlich mit Buddha) und dann bekam ich einen leeren Raum gezeigt in dem ich auf dem harten Steinboden schlafen könnte. Hartes Brot so ein einfaches Mönchsleben im Tempel. Hab dann dankend abgelehnt und bin weiter ins nächste Restaurant gefahren um zu Abend zu essen. Die Besitzerin dort sprach super Englisch, hatte mit ihrem EX 15 Jahre in Singapore gelebt. Jetzt ist der EX mit den Kindern in Kanada und sie wieder zu Hause in Thailand. Es gab lecker gebratenen Reis mit Gemüse und ein kaltes Bier. Da das Bier so gut war, hab ich gleich noch zwei weitere mitgenommen zu meiner Hütte. Um die Hütte herum und auf der Plattform lag jede Menge Zeugs herum. Ich wusste nicht genau ob hier noch jemand wohnt oder wem das Zeugs alles gehört. Die Hütte die ich gewählt hatte, lag nur 100 Meter von der Straße weg zwischen Bäumen einer Plantage. Unten zwischen zwei Pfosten hing eine einfache Hängematte, oben gab es eine Holzplattform und ein Dach. Ein paar große Ton Wasserkrüge standen neben der Hütte, aber das Wasser sah sehr alt und abgestanden aus. Die Dämmerung setzte schnell ein und ich habs mir erstmal in der Hängematte gemütlich gemacht und den Geräuschen der Nacht gelauscht. Später dann, als es in der Hängematte zu unbequem wurde habe ich mir aus Pappkartons, die hier gerade so herum lagen eine Unterlage auf der Holzplattform gemacht und mich dort danieder gelegt. Dabei habe ich eine kleine Schwarze Schlange aufgeschreckt, die dann hoffentlich dass weite gesucht hat! Später nachts wurde es dann richtig kühl und da ich ja keinen Schlafsack dabei habe hab ich ziemlich gefroren und mich dann mit den Pappkartons eingewickelt. Am morgen bin ich dann bereits um 5 Uhr aufgestanden um auf die wärmenden Sonnenstrahlen zu warten und zu sehen wie der schleier des Nebels sich von den Reisfeldern lüftet. Fazit der Nacht: sau unbequem, sau kalt, wenig geschlafen, toller Sternenhimmel und Mond, wenig Abenteuer!

In Nan gab es dann zu meiner Ankunft an einem Sonntag am Abend den bisher schönsten Nachtmarkt auf dem ich hier in Thailand war. In zwei weiteren Fahr-tagen ging es dann zurück zu meinem Ausgangspunkt, nach Chiang Mai. Hier bin ich wieder zu Jackie in Sister House, einer kleinen Netten, familiären Herberge, gut und günstig. Da mein 30 Tage Thailand Visum jetzt am Montag bereits ausläuft fahre ich am Samstag über Nacht in 15 Std. mit dem Bus bis an die Grenze zu Laos. Um mich ganz traditionell von Thailand zu verabschieden gab es heute noch den Luxus einer Traditionellen Thai-Massage für 1 Std. im „Womens Massage Center by Ex-Prisonores“. War bestimmt nicht meine letzt Thai-Massage.

See you next time in Laos, Lollo

 

 

Thailand der Norden Part I

Tempel, Tempel und nochmals Tempel...

nun bin ich bereits 2 Wochen hier im Norden von Thailand unterwegs, was ist passiert und wie hat es angefangen.

Nach meinen Flug von Kuala Lumpur nach Chiang Mai habe ich mich zuerst auf die Suche nach einem fahrbaren Untersatz gemacht. Nachdem ich mehrere Vermieter besucht hatte fand ich einen günstigen aber ganz guten alten 125 ccm Honda Roller, zwar schon mit einigen Kratzen ausgestattet und etwas mehr als 62.000 km auf der Uhr, aber die Probefahrt verlief gut, die Reifen sahen ziemlich neu aus, die Bremsen funktionierten gut und der Vermieter machte einen seriösen Eindruck. Also habe ich zugeschlagen und das Teil gleich mal für 1 Monat gemietet. Die Monatsmiete ist im Vergleich zur Tages-oder Wochen-Miete unschlagbar günstig, auch wenn ich das Teil bereits nach 3 Wochen zurückgeben würde, ist es immer noch günstiger als Wochenweise zu mieten. Wen es interessiert, mein alter Scooter kostet mich 3.000 THB, was ca. 80,- € sind, für einen ganzen Monat. Das neuere Modell hätte 4.000 THB gekostet und eine Enduro Honda CR 250 F kostet 800 THB am Tag!

Wieder mobil und frei zu sein habe ich mich gleich auf eine erste Erkundungstour in Chinag Mai gemacht und bin zu einem Buddhistischen Tempel auf einem Berg gefahren. Hier in Chiang Mai gibt es so viele Tempel, dass 2 Wochen nicht reichen würden alle zu besichtigen. Samstagabend und Sonntagabend ist Nachtmarkt in Chiang Mai. Wie ich später heraus finden sollte gibt’s das fast in jedem Touristischen Kaff! Trotz der vielen Menschenmassen geht es doch recht gesittet zu und es gibt jede Menge mobiler Liegen auf denen Thai-Massage angeboten werden und die auch ausgiebig genutz werden. Außerdem ist im Bereich um die Tempelanlagen auf dem Nachtmarkt das Rauchen und Alkohol trinken verboten! Und wenn dann auch noch die Nationalhymne Ertönt, dann wird es plötzlich Mucksmäuschen Still und alle bleiben wie angewurzelt stehen. Auch die Touristen!

Am Tag 4 ging es dann endlich raus aus Chiang Mai, mein erstes großes Ziel war der Mae Hong Son loop. Eine unter Motorradfahrern beliebte Rundtour mit ca. 600 km und sage und schreibe 1864 Kurven. Da kommt freude auf. In Mae Hong Son habe ich die „long neek“ Frauen in ihrem abgelegenen Dorf besucht. Ein weiterer Buddhistischer Tempel lag auf meinem Weg mit einem schönen Bambusweg über die Reisfelder und verschiedene Wasserfälle und Hölen. Die fahrt über die „kleinen“ Straßen mit dem Scooter zu düsen macht sogar mehr Spaß als gedacht. Natürlich trage ich eine Helm, aber einen offenen und fahre nicht ganz ohne Schutz und in Badelatschen wie die meisten Einheimischen. Im wohl gerade angesagtesten Ort der „backpacker scene“ in Pai blieb ich nach der ganzen Kurvenjagt gleich mal 4 Tage hängen. Weiter ging die Fahrt dann nach Chiang Dao, wo es eine sehr schöne, große Tropfsteinhöhle gibt, eine Hot spring Quelle zum baden und zwei sehr schöne Tempelanlagen die in die Felsen oder Höhlen gebaut sind. Durch die Berge bei frischen Temperaturen entlang der Grenze zu Myanmar über Fang und die Teeplantagen von Maesalong immer weiter bis zum „Golden Triangle“ von Thailand, Myanmar und Laos. Früher wurde hier ziemlich viel Opium angebaut, das gibt’s heute nur noch im „House of Opium“ Museum zu bestaunen, dafür gibt es eine riesige Buddha Statue und frischen Kokosnusssaft oder lecker spicy Papayasalat.

Soweit so jut, et läuft wie jeschmiert.... weiter so...

Lollo